Auf die BG TOPSTAR Leitershofen/Stadtbergen wartet am Samstagnachmittag das letzte Heimspiel der Saison in der 1. Regionalliga Südost. Dieses Mal Bereits um 16.45 Uhr empfängt man den Tabellenvierten VfL Baskets Treuchtlingen in der Stadtberger Sporthalle. Der frühe Anpfiff erfolgt deshalb, weil zur eigentlichen Prime Time um 19.30 Uhr die zweite Mannschaft der Kangaroos auf Bayern München III trifft und in der 2. Regionalliga Süd an deren letzten Spieltag alle Partien zeitgleich angepfiffen werden müssen.

Mit dem 85:83 Auswärtssieg in Rosenheim letzten Samstag haben die Leitershofer bekanntermaßen alles klar gemacht. Der Klassenerhalt ist gesichert und selbst der aktuelle neunte Tabellenplatz im Vierzehnerfeld dürfte eigentlich nicht mehr ernsthaft gefährdet sein. Dementsprechend entspannt könnte man also in die Partie gegen die favorisierten Mittelfranken gehen. Zwischen entspannt und ohne Druck agieren zu können sieht Cheftrainer Ian Chadwick allerdings einen kleinen, aber feinen Unterschied: „Ein Spiel gegen Treuchtlingen ist nie entspannt, weil der Gegner immer Vollgas gibt und sicher auch wieder viele Fans mitbringt. Außerdem können die noch Dritter in der Tabelle werden und werden dafür alles tun. Demzufolge wollen wir entsprechend dagegenhalten. Angenehm ist aber, dass der Druck des Gewinnen-Müssens weg ist oder wir sogar noch auf den Ausgang anderer Partien achten müssten“ so Chadwick. Ähnlich sieht die Situation Kapitän Dominik Veney: „Wir wollen uns natürlich noch einmal mit einem spannenden Match von unseren Fans verabschieden und werden nochmals alles geben“, so Veney. Den ungewohnten Spielbeginn sieht das BG-Urgestein keinesfalls kritisch: „Natürlich spielen wir lieber am Abend, aber gerade am letzten Spieltag ist das doch eine gute Konstellation, weil wir dann im Anschluss noch viel mehr Zeit haben für die Gespräche mit den Fans und nebenbei auch noch die sicher interessante Partie der Zweiten gegen den FC Bayern verfolgen können“, blickt Veney bereits über das Spielende hinaus.

Vor dem Gegner aus dem Altmühltal hat man auf Seiten der Stadtberger gleichsam Respekt als auch Anerkennung parat. „Der VfL baut bei der Spielerauswahl ähnlich wie wir ja sehr stark auf die lokale Komponente. Den Treuchtlingern gelint es, jedes Jahr auch ohne Profispieler in der Spitzengruppe der Liga mitzumischen. Dies ist alles Andere als einfach. Deren Starting-Five mit Tim Eisenberger, Stefan Schmoll, Simon Geiselsöder, Florian Beierlein und Claudio Huhn hat absolutes Zweitliganiveau und markiert nicht umsonst zusammen über 80 Punkte im Durchschnitt pro Partie. Und den Rest erledigt dann Trainerikone Harlander von der Bank mit allerhand taktischer Raffinesse“, zieht BG-Teammanager Andreas Moser vor dem Gegner den Hut. Auf der Bank tummeln sich bei den Franken dann noch jede Menge junge Talente. Die Bank bei der BG wird hingegen was einsatzfähige Spieler betrifft wieder eher spärlich besetzt sein. Die Langzeitverletzten Michael Dorsch, Bernhard Benke und Nico Breuer werden nur in Zivilkleidung Platz nehmen, bei den Aushilfsakteuren der Zweiten ist eher davon auszugehen, dass diese für das Folgespiel geschont werden, da der Klassenerhalt der Young Kangaroos nach wie vor noch nicht endgültig gesichert ist. Der kleine Stadtberger Kader hat aber in den letzten Wochen mit viel Einsatz und Zusammengehörigkeitsgefühl ausschließlich gute Spiele abgeliefert.

Positive Nachrichten gab es von der Ü40 Mannschaft der Leitershofer. Bei der südostdeutschen Meisterschaft in Gröbenzell belegte man hinter der TG Würzburg den zweiten Platz und qualifizierte sich für die Deutsche Endrunde im Juni in Wolfenbüttel.