Hobby-Basketballer trauen sich was …

Ü50
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Bildquelle: Mark Larkin

Zweimal in der Woche gegeneinander zu spielen ist gut – aber noch besser ist es gegen Gleichgesinnte in der Region Süd-Deutschland Basketball zu spielen.

Das hat die Hobby-Basketball-Gruppe Anfang März in Möhringen (bei Stuttgart) gemacht. Erinnerungen an vergangene Zeiten im organisierten Ligabetrieb und eine gehörige Portion Ehrgeiz haben uns motiviert an der deutsche Ü50 Meisterschaft im Herrenbasketball teil zu nehmen. Was am Basketball-Stammtisch nach dem Sport ausgiebig mit einem Leuchten in den Augen die Runde machte, wurde also Wirklichkeit. Die nötigen Steine dazu haben wir im November des letzten Jahres in Bewegung gesetzt.

Klar verfügen wir über eine solide Ü50-Kerngruppe aus unseren Montags-/Donnerstagsübungsgruppen, aber –  sicher ist sicher –haben wir uns weitere Verstärkung gesucht ….  Durch viele Freundschaftsspiele mit der Hobbygruppe des BG Leitershofen/Stadtbergen kannten wir unserer früheren Konkurrenten sehr gut und einer Spielgemeinschaft Stand nichts mehr im Wege.

Seit Januar trainierte die Ü50-Mannschaft als Gruppe und absolvierte unendlich viele Trainingsspiele gegen die anderen „Jungs“ in der Hobbygruppe. Wir sind lässig, aber dennoch zielstrebig jedes Spiel angegangen. Was uns bedingt durch die kleinere Sporthalle in der Höfatsschule an Kondition gegenüber dem Spielen auf einem regulären Basketballfeld gefehlt hat, haben wir durch Routine und Beweglichkeit ausgeglichen. Trotzdem fehlte uns einen Trainer, der in der Vorbereitungsphase und während des Qualifikationsturniers die Mannschaft beobachten und Dynamik ins Spiel bringen konnte. Manuel – einer der „Jungs“ – erklärte sich bereit, mit uns TSG-Geschichte zu schreiben. Wir waren gerüstet.

Am 01. März war es dann soweit.  Zu neunt standen wir auf dem Parkett in Möhringen und hatten unsere Gegner vor Augen. Bei vielen war das letzte Vereins-/Punktspiel schon über zwanzig Jahre her. Dennoch sind wir kampfstark und als Team aufgetreten, bereit alles zu geben, um den ersehnten 1. oder 2. Platz zu erreichen.

In bekannt deutscher Genauigkeit erschienen wir überpünktlich zum ersten Spiel und konnten gleich erste Eindrücke von unseren Gegnern gewinnen. Bereits beim Einspielen wurde klar, dass uns heute Großes bevorsteht. Nach einer Stunde auf der Zuschauerbank konnten wir endlich starten. Das Warm-Up war etwas zerfahren, aber nach ein paar Minuten waren alle Spieler im Tunnel und fokussiert auf den Sprungball. Der Coach motivierte vor Spielbeginn und schickte die ersten Fünf aufs Parkett. Und dann ging es auch schon los. Der Gegner erwischte den besseren Start und markierte die ersten Punkte. Doch wir konnten auf der Gegenseite nachlegen und ausgleichen. In den nächsten Minuten sah der Coach von außen ein sehr zerfahrenes Spiel mit vielen unnötigen Fehlern und Turnovern. Zur Mitte der ersten Halbzeit stand es bereits 2:11, und es war Zeit für die erste Auszeit. Die mutig kämpfenden Spieler konnten durchschnaufen und taktisch neu eingestellt werden. Die Qualität des Spiels verbesserte sich deutlich, nur konnten wir uns nicht belohnen und ließen viele leichte Punkt liegen. Dann endlich trug die Arbeit Früchte, und die Bemühungen wurden in eigene Punkte umgewandelt. Ein 6:0 Run zum Ende der Halbzeit machte Mut und der 8:14 Rückstand schien aufholbar. Leider kam der Gegner besser aus der Kabine und verbuchte die nächsten 7 Zähler für sich. Die anschließenden Bemühungen konnten das Ergebnis noch verbessern, doch der Sieg konnte nicht mehr errungen werden. Das Spiel endete 16:26 für den Gegner aus Wiesloch/Leimen.

Im zweiten Gruppenspiel ging es gegen Feuerbach. Als Zielsetzung gab der Trainer einen verbesserten Start und mehr Konzentration aus. Dies zahlte sich in den ersten 5 Minuten aus und es stand 6:6. Zum Ende der ersten Halbzeit schlichen sich dann wieder die einfachen Fehler und unnötige Foulspiele ein, sodass es zum Pausentee 10:22 stand. Ein wenig müde, aber dennoch motiviert, ging es zurück. Die zweite Halbzeit war allerdings surreal. Trotz guter Defense fanden die Gegner immer wieder den freien Mann an der Dreier-Linie und verwandelten mit einer traumhaften Quote beinahe alles „from downtown“. 6 von 7 Dreiern fanden ihr Ziel. Hinzu kam eine sehr gute und aggressive Ganzfeldverteidigung, die viele Fehler auf unseren Seiten hervorrief. Unsere erneut 16 erzielten Punkte reichten damit nicht für den ersten Sieg.

Für das letzte Spiel gegen den Gastgeber Möhringen, ebenfalls sieglos bis zu diesem Zeitpunkt, war die Stimmung dennoch gut und der dritte Platz sollte errungen werden. Das Spiel startete mit einem erfolgreichen Dreier, zwei verwandelten Freiwürfen und einem weiteren Treffer aus dem Feld. Beim Stand von 7:4 drehte der Gegner vor heimischem Publikum allerdings auf und es entwickelte sich ein munteres Hin und Her. Zum Ende der Halbzeit standen respektable 15 Punkte auf eigener Seite. Es sah so aus, als ob wir die Punktzahl aus den letzten Spielen übertreffen würden. Doch die Strapazen und Anstrengungen aus den vielen Spielen standen den Augsburger Gladiatoren in den Augen und den Beinen. Es gelang kaum noch eine Aktion in der Offense und nur ein Freiwurf fand in der zweiten Halbzeit sein Ziel. Das Spiel endete 16:44.

Nach dem Qualifikationsturnier hatten wir die Möglichkeit, das letzte Spiel am Tag in Ruhe an zu schauen. Die beiden bis dato ungeschlagenen Teams machten den 1. und 2. Platz unter sich aus. Unsere Platzierung war gesichert – 4. Platz. Müde, aber noch vom Tag begeistert, haben wir auf der Rückfahrt Spielverlauf und Leistung ausgiebig diskutiert. Ein voller Erfolg!

Jetzt sind wir an weiteren regionalen Teams für Freundschaftsspiele interessiert, sowie auch an einer weiteren Teilnahme an der DM Ü50 Herren – 2021.  Träumen darf man ja….

Mark Larkin

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