Bittere Pleite für Kangaroos

Bittere Pleite für Kangaroos
Share on facebook
Share on twitter
Share on whatsapp

Die BG TOPSTAR Leitershofen/Stadtbergen hat das Spitzenspiel der 1. Regionalliga Südost gegen HAPA Ansbach klar mit 77:96 verloren. Dabei boten die Kangaroos über weite Strecken der Partie eine wenig berauschende Leistung und werden, auch wenn man nur um einen Platz auf den dritten Rang der Tabelle zurückfiel, in der aktuellen Form im Klassement sicherlich erst einmal kleinere Brötchen backen müssen.

Es war eigentlich alles angerichtet für ein echtes Topspiel. Zweiter gegen Erster im Tableau, über 500 Zuschauer in der Stadtberger Sporthalle, dazu hatten die Leitershofer Spieler über den Tag hinweg auf sozialen Medien Videos gepostet, die vollen Einsatz hatten erwarten lassen. Doch es kam ganz anders: Die Gäste aus Mittelfranken präsentierten sich sofort hellwach, die BG wirkte seltsam uninspiriert. Schnell stand es 11:16 aus Sicht der Leitershofer, da war aber noch nicht viel passiert. Ein 17:5 Zwischensprint der Piranhas sorgte aber bereits nach dem ersten Viertel für einen 16:33 Rückstand aus Sicht der Einheimischen. Zu diesem Zeitpunkt hatte Ansbach bereits sieben Dreier getroffen, da war sicherlich auch der ein oder andere schwierige Wurf dabei, meistens standen die Franken aber mutterseelenallein in Wurfposition. Es ging irgendwie alles viel zu schnell für die BG, und den Ansbacher Topsorer Tylik Evans bekam man ohnehin nicht in den Griff. Die Stadtberger verkürzten dann zwar wieder auf 26:35, gerade als es schien, dass man ins Spiel zurückkehren könnte, vergab man im Angriff fast schon kläglich die Würfe und kassierte daraus resultierend einen weiteren 1:16 Run gegen sich. Und wer gedacht hatte, dass direkt nach der Halbzeitpause (35:51) noch etwas gehen könnte, sah sich auh getäuscht: Denn Ansbach setzte nun seinen dritten Lauf und eröffnete die zweiten zwanzig Minuten wieder mit einem 22:6 Sore. Beim Spielstand von 41:73 (25. Minute) konnte einem schon Angst und Bange um die Kangaroos werden, die es bis dahin an jeglicher Körpersprache hatten vermissen lassen. Ein Debakel gegen die sehr spielfreudigen Gäste, bei denen im Vergleich zur BG der Ball perfekt durch die eigenen Reihen lief, bahnte sich an.

Es sprach zumindest für die Moral des Teams von Coach Nenad Bekic, dass man sich nun endlich aufbäumte. Ob Ansbach nun einen Gang zurück schaltete oder auch das bis dahin gezeigte überragende Niveau nicht mehr ganz halten konnte, sei dahingestellt. Man sah nun, dass man durchaus mithalten kann, wenn man eben aggressiv die Angriffe des Gegners unterbindet. Vor allem Jonas Sauer als jüngster Akteur auf dem Feld und Max Uhlich nach monatelanger Ausfallzeit setzten hier kämpferische Impulse. Endlich bekamen die Fans nun auch eine Leitershofer Serie zu bestaunen: Mit einem 22:4 Zwischenspurt verkürzte man auf 64:77. Die Fans waren sofort hellwach, erhoben sich von ihren Plätzen und feuerten das Team aufopferungsvoll an. Vielleicht wäre gegen eine schlechtere Mannschaft noch eine Sensation möglich gewesen. Nicht aber gegen die routinierten und sehr guten Piranhas. Diese behielten die Nerven und bauten den Vorsprung clever bis zur Schlusssirene wieder aus. 16 Dreier standen am Ende auf deren Scoutingbogen, David Kurpiela und Marcel Koulibaly trafen dabei zehn Mal bei nur zwölf Versuchen! Unabhängig der Leitershofer Vorstellung war jedem in der Halle klar, dass die Meisterschaft in diesem Jahr nur über das Team aus Mittelfrankens Bezirkshauptstadt führen wird.

Am kommenden Samstag treten die Kangaroos beim Tabellenvierten Bayern München 3 an. Mit der Leistung der ersten 25 Spielminuten des Samstags dürfte es auf dem FCB-Campus ebenfalls sehr schwierig werden, bleibt die Hoffnung, dass man sich dann vielleicht von der ersten Minute an etwas kämpferischer präsentiert …


BG TOPSTAR Leitershofen/Stadtbergen:

Brown (20/2 Dreier), Lawson, Sauer (13/1 Dreier), Londene (10/1 Dreier), Hadzovic (7), Tomic (6/2 Dreier), Veney (6), Tesic , Richter (7/1 Dreier).


Beste Werfer Ansbach:

Evans (28), Kurpiela (19), Koulibaly (17), Simon (12), Imberi (11)


Stimmen zum Spiel:

BG-Headcoach Nenad Bekic: „Ich bin heute natürlich sehr enttäuscht, die Kulisse hier hätte eine andere Leistung von uns verdient gehabt. Ich möchte die sehr gute Vorstellung unseres Gegners sicherlich nicht schmälern, aber was wir heute geboten haben ist definitiv zu wenig.“

BG-Kapitän Dominik Veney: „Die ersten 25 Minuten, das war gar nichts, ich nehme mich da selbst auch nicht aus. Wir müssen jetzt wieder schnellstens über bedingungslosen Kampf in die Spur zurückfinden, und das von der ersten Spielminute an“.

BG Teammanager Andreas Moser: „Momentan scheinen einige bei uns zu sehr mit sich selbst beschäftigt zu sein und wirken wie gelähmt. Darüber müssen wir sprechen. Es bringt jetzt aber nichts, auf alles einzuschlagen, es benötigt positive Motivation. Für die Fans tut es uns natürlich leid, zum zweiten Mal in Folge hatten wir eine tolle Kulisse und es kam nichts dabei heraus. Außer dass der Catering Stand heute komplett ausverkauft war, das war wahrscheinlich Frustbewältigung pur der Zuschauer.“

Alle Bilder finden Sie auf der Sport in Augsburg Website.

Diese Website benutzt Cookies und Google Analytics. Wird die Website weiter genutzt, gehen wir von Ihrem Einverständnis aus.