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Es hat nicht sollen sein

Die Saison 2011/2012 in der 2. Basketball Bundesliga PRO B hat am Dienstagabend in der Ehinger Längenfeldhalle ihr Ende gefunden. Die BG Leitershofen/Stadtbergen unterlag im dritten und entscheidenden Play-Off Finale der Serie „best-of-three“ den Gastgebern von Erdgas Ehingen Urspringschule letztendlich deutlich und verdient mit 65:91, nach dem man zur Halbzeit noch mit 36:29 in Front gelegen war. Trotzdem feierten die über 200 mitgereisten Leitershofer Fans ihr Team während der gesamten Partie und auch noch lange nach dem Schlusspfiff frenetisch, letztendlich kann der Aufsteiger auch stolz sein, eine überragende Saison auf dem zweiten Platz abgeschlossen zu haben.

Die Saison 2011/2012 in der 2. Basketball Bundesliga PRO B hat am Dienstagabend in der Ehinger Längenfeldhalle ihr Ende gefunden. Die BG Leitershofen/Stadtbergen unterlag im dritten und entscheidenden Play-Off Finale der Serie „best-of-three“ den Gastgebern von Erdgas Ehingen Urspringschule letztendlich deutlich und verdient mit 65:91, nach dem man zur Halbzeit noch mit 36:29 in Front gelegen war. Trotzdem feierten die über 200 mitgereisten Leitershofer Fans ihr Team während der gesamten Partie und auch noch lange nach dem Schlusspfiff frenetisch, letztendlich kann der Aufsteiger auch stolz sein, eine überragende Saison auf dem zweiten Platz abgeschlossen zu haben.

 

Von der ersten Minute merkte man den Ehingern an, dass sie die Scharte der Samstags-Niederlage mit aller Macht ausmerzen wollten und ihren Nimbus der Unbesiegbarkeit (bisher keine einzige Niederlage in dieser Saison) in eigener Halle auch nicht gerade beim allerletzten Saisonspiel brechen lassen wollten. Die Donaustädter operierten von Beginn an mit einer Pressdeckung, welche die Red Kangaroos zunächst auch kaum zur Entfaltung kommen ließ. Es dauerte fast vier Minuten, bis die Leitershofer Fans in der mit über 1000 Zuschauern gut besetzten Längenfeldhalle den ersten Korb ihres Teams bejubeln durften. Hierdurch bedingt musste man aber während des gesamten ersten Viertels einem Rückstand hinterherlaufen, der - ausgenommen von einer einzigen eigenen 13:12 Führung - zumeist zwischen drei und sechs Punkte betrug (erstes Viertel 19:14 für Ehingen). Im zweiten Viertel kamen die Leitershofer aber immer besser ins Spiel, angetrieben von ihren lautstarken Fans holten sie Punkt um Punkt auf. In der 13. Minute glich Mike Mathey erstmals wieder per Dreier zum 27:27 auf, danach erhöhten erneut Mathey, Sebastian Montag und Dominik Veney nach gelungen Aktionen auf die sieben-Punkte Halbzeitführung. Ehingen kam in dieser Phase total aus dem Tritt und die Red Kangaroos vergaben kurz vor der Halbzeit sogar noch zwei, drei gute Möglichkeiten, das Ergebnis noch deutlicher zu gestalten.

 

Dies sollte sich unmittelbar nach dem Seitenwechsel rächen, denn nun brach ein Ehinger Tornado über die Red Kangaroos herein. Die Pressdeckung der heimischen wurde nun bis zur Perfektion gespielt und sorgte für einen Ballverlust nach dem anderen bei der BG, dazu trafen die Urspringer jetzt praktisch jeden Wurf. Binnen eineinhalb Minuten war die Führung verspielt, und trotz zweier Auszeiten von Trainer Stefan Goschenhofer kam es noch schlimmer, Ehingen legte bis zur 25. Minute eine unglaubliche 20:0 Serie hin (49:36), was praktisch eine Vorentscheidung bedeutete. Denn den Red Kangaroos fehlte nun Kraft und Ballsicherheit, um gegen diese Deckungsform anzukommen und der Gegner berauschte sich immer mehr an diesem Spiel. Das dritte Viertel endete mit einem Rekordergebnis von 43:14 für die Württemberger, der letzte Abschnitt war dann nur noch Formsache für das sicherlich beste Team der Liga, das verdientermaßen dann im Anschluss an die Partie von DJL-Geschäftsführer Nicolas Grundmann den Meisterpokal in Empfang nehmen durfte. Der Stimmung des mitgereisten Anhangs der Leitershofer tat dies keinen Abbruch, die Spieler mischten sich mitten in den Fanblock der BG und nach einigen Minuten der sicherlich vorhandenen Endtäuschung überwog letzten Endes das Positive in dieser Saison.

 

BG Leitershofen/Stadtbergen: Genck (4), Vrkas (2), Kemmer (6), Chalusiak (4), Karsch, Montag (7), Zenk (2), Förster (1), Veney (7), Uskoski (13), Mathey (17), Woelki (2).

 

Beste Werfer Ehingen: Bright (21), Matthews (20), Lang (12)

 

Stimmen zum Spiel:

BG-Headcoach Stefan Goschenhofer: „Gratulation an Ehingen und seinen Trainer Ralph Junge zu einer hochverdienten Meisterschaft und einer unglaublichen zweiten Halbzeit. Ehingen war das beste Team der Liga, das muss man neidlos anerkennen. Meiner Mannschaft kann ich keinen Vorwurf machen, nach einer hervorragenden ersten Halbzeit hatten wir nach dem 20:0 Run der Ehinger nicht mehr die körperliche und vor allem auch nicht mentale Kraft, gegen einen solch ausgeglichen und gut besetzten Gegner ins Spiel zurückzukommen. Trotzdem hatte ich auch in der zweiten Halbzeit durchgehend Gänsehaut, als ich sah, wie unsere Fans uns trotz der Niederlage bis zur allerletzten Sekunde unterstützt und gefeiert haben. Das war unbeschreiblich“.

 

Co-Trainer Konstantin Liehr: „Wir wussten dass nach der Halbzeit die Ehinger Pressdeckung mit voller Gewalt auf uns zukommen würde, hatten darauf gebaut, dass wir diese vielleicht zwei, drei Mal ausspielen können, dann hätten wir vielleicht eine Chance gehabt. Leider kam es nicht so, und am Ende war entscheidend, dass der Gegner uns im Vergleich zu Spiel eins und zwei mit seiner Taktik einfach am Werfen gehindert hat. Das war ein gelungener Schachzug. Wir brauchen den Kopf aber nicht hängen lassen, es war eine herausragende Saison“.

 

BG-Kapitän Felix Förster: „Nun ist es also vorbei. Diese Saison muss man jetzt erst einmal sacken lassen, was da alles passiert ist. Ehingen ist ein mehr als würdiger Meister, gegen den wir in diesem Play-Off Finale immerhin zweieinhalb Spiel mitgehalten haben. Noch einmal vielen Dank an die Fans, wer hätte vor einem Jahr gedacht, dass wir einmal an einem Wochentag mit 3 Bussen und 210 Zuschauern ein Auswärtsspiel bestreiten“.

 

BG-Emotional Leader Johnny Genck: „Toll, wie die Zuschauer uns bis zur letzten Sekunde und auch danach gefeiert haben. Man bemerkt das auf dem Feld, ich hab nur unsere Fans gehört, man will dann auch nochmals einen drauf packen und dann stehen wieder drei dieser Ehinger Schränke vor einem. Man würde dann gerne den freien Mann anspielen, der ja theoretisch irgendwo stehen müsste. Aber man findet ihn nicht und irgendwann resigniert man. Trotzdem war es die geilste Basketballsaison, die ich je erlebt habe. Und natürlich Glückwunsch an Ehingen, die haben jetzt schon sehr gutes PRO A Format“

 

BG-Abteilungsleiter Hans Kiesling: „Danke an Ehingen für diese sehr faire und sportlich tolle Finalserie und natürlich auch von offizieller Seite Glückwunsch an die Ehinger Macher. Die Begeisterung bei uns ist so unglaublich, dass wir es uns gar nicht leisten wollen, unseren PRO-A Antrag nicht aufrechtzuerhalten. Wir haben noch einmal intensiv an den Voraussetzungen gearbeitet und können erfreulicherweise am Donnerstag noch weitere positive Unterlagen dem Lizenzausschuss vorlegen. Alles andere entscheidet dann die Liga, aber wir wollen und denken, dass alles bei vertretbarem Risiko passen sollte. Nähere Details hierzu werden wir noch in den nächsten Tagen bekanntgeben“

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